Test: Samsung N150 ist solide aber nicht atemberaubend
Leider habe ich euch etwas mit dem Samsung N150 Test warten lassen, aber jetzt kann ich euch endlich meine ausführliche Meinung zum günstigsten Samsung Netbook mit Atom N450 Prozessor liefern.
Am Samstag ist das weisse Prachtstück mit matten Display und ungewöhnlichen Tastatur angekommen und hat mich treu über die Cebit Woche hinweg begleitet.
Leider hat es Samsung nicht geschafft ein außerordentliches Netbook zu liefern, da weder die Akkulaufzeit noch die Bedienung sich von anderen Netbooks absetzt. Einzig das schicke Redesign des Gehäuses und das gute im freien ablesbare Display wäre für mich ein Kaufgrund, denn ansonsten der Asus Eee PC 1005PE mit besserer Tastatur und Laufzeit mehr überzeugt.
Nach dem Cut gibt es aber trotzdem meinen ausführlichen Test mit allen Details zu dem Innen- und Außenleben des Samsung N150. Der reguläre Preis der schwarzen und weissen Version, liegt momentan bei 299 Euro.
Die Äußeren Werte
Gleich als ich das Samsung N150 ausgepackt habe wusste ich sofort das die Firma auf ihre Käufer gehört hat und die schöne Oberfläche des Samsung NC10 behalten hat. Leider ist das Gehäuse aber einen halben cm breiter geworden, obwohl das Display weiterhin 10,1 Zoll hat. Der Bildschirmrand ist mindestens einen Finger Dick an der Seite und oben sogar einen ganzen Daumen. Dafür hat aber das Mikrofon immer noch nicht einen Platz neben der 0,3MP Webcam gefunden, sondern befindet sich gleich links neben dem Touchpad und wieder meist von den Handballen verdeckt.
Samsung ist weltbekannt für ihre Displays und das zeigen sie jetzt auch in ihren Netbooks. Nicht nur bei normalen Lichtverhältnissen kann man es ohne Farbveränderung aus allen horizontalen Blickwinkeln ablesen, sondern auch bei direkter Sonneneinstrahlung ist schwarzweiß Text noch gut lesbar (siehe Außeneinsatz Video). Leider gibt es in der Vertikale ein paar Abzüge, denn bei der Betrachtung von oben ist es einfach zu dunkel und stark verfälscht um es ablesen zu können, beispielsweise bei Vorträgen wo man aus dem Stand das Display sehen möchte. Von unten tritt das Problem nicht ganz zo extrem auf, aber da man den Bildschirm nicht sehr weit nach hinten drücken kann, ist das Samsung N150 am besten für den Gebrauch am Tisch geeignet.
Die Eingänge brauchen denke ich keine nähere Beschreibung, weshalb ich das Erklären den Bildern überlasse. Der USB Ausgang neben dem Lüfter allerdings, ist ein USB Anschluss der auch im ausgeschalteten Zustand des Netbooks Strom an ein externes Gerät ausgeben kann (soweit man das im BIOS, F2 beim Hochfahren drücken, einstellt).
Die Tastatur ist so ziemlich das einzig enttäuschende an dem Samsung N150 denn selbst nach fast einer Woche mehrstündigem Gebrauch, vertippe ich mich recht oft auf den recht eng anliegenden Tasten. Viele haben mir auf der Cebit und in Privat gesagt das die Tastatur sehr kindlich wirkt und ich finde auch das sie nicht genug Feedback liefert. Wenn man nicht mit zehn Fingern schreibt und nur ein paar Adressen, Kontakte, kurze Tweet oder eMails verfasst sollte das aber nicht so Ausschlaggebend für den Einkauf sein.
Das Touchpad ist angenehm groß und dank der Multitouch Funktionen, Scrollen, Zoomen und Drehen, ist es jetzt noch einfacher auf einem kleinen 10 Zoll Bildschirm zurecht zu kommen. Leider hat sich bei den Maustasten nicht viel geändert und ich bin immer noch nicht so ganz von der Wippe begeistert, weil sie einen zu kleinen Abstand zum Touchpad hat und somit hin und wieder die Maus auf eine Falsche stelle springt, wenn der Finger etwas daneben liegt.
An der Unterseite befindet sich wie auch schon beim Samsung N220 nur eine Klappe um einfach an den Arbeitsspeicher zu kommen. Wenn man die Festplatte austauschen will oder auf den freien PCIe Platz etwas auflöten möchte, verliert man zwar nicht die Garantie mit dem Entfernen von 15 Schrauben, aber es ist nicht so Benutzerfreundlich wie beim HP Mini 210. (Video zu dem Thema findet ihr hier)
Neuer Prozessor nur ein Hype
Ende letzen Jahres konnte ich es kaum abwarten die ersten Atom N450 Netbooks zu testen und endlich über zehn Stunden im Internet surfen zu können. Dieser Wunsch erfüllte sich auch fast mit über 9 Stunden Laufzeit beim Asus Eee PC 1005PE. Da Samsung aber qualitativ höherwertige Computer herstellt, darf man nicht die gleiche Leistung von einem gleich billigen Gerät erwarten.
Das Samsung N150 hat einen Atom N450 Prozessor, 1GB Arbeitsspeicher (max 2.GB), 250GB Festplatte (218GB nutzbar), Wlan b/g/n, Bluetooth 2.1 (Broadcom BCM2070), 10,1 Zoll mattes Display und einen 4400mAh Akku (48 Wh bei 11,8 Volt) mitgeliefert. Beim ersten hochfahren muss man einen fast zwei Stunden langen Setup und Backup Prozess von Samsung abwarten. Dabei wird nicht nur Windows 7 Starter eingerichtet sondern auch viel Software vorinstalliert und dann auch auf einer Partition abgesichert.
Nachdem ich McAffee deinstalliert habe, Firefox mit allen Addons aufgesetzt und alle Windows Einstellungen für die Ideale Performance umgestellt habe, fing ich mit dem testen an. Der Windows 7 Performance Index zeigte die den üblichen Wert von 2,3 der durch den langsamen Prozessor entsteht, die anderen Werte könnt ihr aber oben ablesen.
Der PC Mark 05 Benchmark ergab 1365 Punkte und im 3D Mark 06 konnte das Samsung N150 151 Punkte erreichen. Beim 720p Big Buck Bunny Video gab es wie üblich keine sichtbaren Ruckler aber in 1080P ist keine genießbares Bild möglich.
Die Akkulaufzeit ist das was mich nach der Tastatur noch einmal wirklich enttäuscht hat. Es mag vielleicht daran liegen das ich von Samsung und mittlerweile auch schon von den anderen besseres gewöhnt bin, aber nur fünf Stunden 14 Minuten bei mittlerer Bildschirmhelligkeit und angeschaltetem Wlan zu erreichen ist für einen so großen Akku nicht akzeptabel. Beim betrachten von DivX Videos (Max. Kopfhörer Lautstärke, mittlere Helligkeit) in der Bahn zur Cebit, konnte der Akku gerade ebenso von München bis nach Hannover durchhalten und gab nach sechs Stunden und 07 Minuten den Geist auf. Beim schreiben dieses Testes, also ohne Wlan, niedrigste Helligkeit und ohne Sound, kann das Netbook gute zwölf Stunden durchhalten.
Der Lüfter dreht zwar ständig und die Unterseite des Samsung N150 wird auch bis zu ca. 35 Grad warm auf der linken Seite, aber man hört bis auf das Betriebsgeräusch der Festplatte keinen Mux vom Inneren. Leider ist die 250GB Seagate Festplatte nicht unbedingt akustisch still, nicht störend, aber man fühlt durch das Gehäuse immerhin keine Vibrationen.
Kaufempfehlung für Stilbewusste Gelegenheitsnutzer
Leider hat es Samsung diesmal mit dem N150 nicht geschafft die Kernaspekte des NC10 Vorgängers weiter zu führen. Mit fünf Stunden Wlan Laufzeit und einer befriedigenden Tastatur kann man auch genauso gut zum älteren Modell greifen und erhält dazu immerhin noch eine höhere externe Bildschirmauflösung über den VGA Ausgang.
Wenn man aber nur gelegentlich ein paar Stunden im Zug pendelt, draußen in freien etwas arbeiten möchte oder kurz in der Uni etwas mitlesen, ist das Samsung N150 sicherlich keine schlechte Wahl. Durch das kontrastreiche Display und dem tollen Design ist es überall ein Hingucker.
Für 299 Euro in weiss oder schwarz ist es auch nicht teurer als die Konkurrenz mit “fast” der gleichen Technik. Alternativ kann ich aber das Asus Eee PC 1005PE mit längerer Laufzeit und besserer Tastatur empfehlen. Mit dem Griff zum Dell Mini 10 oder HP Mini 210 macht man auch nichts verkehrt was den Preis und die Ergonomität angeht, allerdings muss man ein spiegelndes Display in Kauf nehmen.
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>> Samsung N150 in weiss für 299 Euro bei Amazon <<
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Alle Videos mit Tests zu dem Gerät findet ihr in den folgenden Artikeln:
Samsung N150 ausgepackt in schwarz und weiss
Samsung N150 Arbeitsspeicher und anderes aufrüsten
Samsung N150 HD, Performance und Gaming Test (wird noch erstellt)












