Test: Samsung N140 übertrifft NC10
Fast ein Jahr nach dem das Samsung NC10 das Licht der Welt erblickte ist nun ein ebenbürtiger Nachfolger von dem weltbekannten Display Hersteller auf dem Markt erschienen. Das Samsung N140 steht weder in Ergonomie, Design oder Preis dem Alten im Weg und ist für 350 Euro (oder noch günstiger bei Amazon) ohne UMTS oder spezielle Farbwünsche (Rosa, Blau, Grün wird es neben weiss und schwarz noch geben) bereits erhältlich. Ab Ende Oktober wird es 400 Euro mit Windows 7 Starter kosten. Mit 11 Stunden wurde das Gerät beworben, dies trifft auch ungefähr zu, denn je nach Gebrauch kam ich auf 4,5 bis 15 Stunden.
Um ein genaueres Bild von dem 10,1 Zoll Netbook zu bekommen, lest den kompletten Test nach dem Cut samt Videos zum Ram tausch, HD Video Test und natürlich Außeneinsatz.
Gewohnte Qualität
Wie von Samsung nicht anders zu erwarten war, ist das Samsung N140 aus einem qualitativ hochwertigen Plastik geschustert worden dass überall matt ist, außer der Gehäuse Oberseite. Diese ist mit einer silbernen Samsung Schrift bedruckt und zieht die Fingerabdrücke, zumindest bei der schwarzen Version, magisch an, weswegen eine tägliche Reinigung mit einem Mikrofasertuch während des startens von Windows Pflicht sein wird.
Das Gehäuse ist etwas abgerundeter wie das NC10, aber hat immer noch einen schicken Chromrand erhalten, welches es etwas edler erscheinen lässt. Das Touchpad hat nicht nur auch eine solche Umrandung erhalten, sondern ist in der Höhe auch etwas gewachsen und misst nun 6,3cm x 3,5cm. Die linke und rechte wippende Maustaste ist gleich drunter angebracht und versinkt etwas im Gehäuse, wodurch sie allerdings nicht schlechter zu klicken sind. Beide bieten ein angenehm leises Klick Geräusch und Feedback.

Das gleiche kann man von der Tastatur behaupten, die im Vergleich zum Vorgänger sogar noch etwas vergrößert wurde. Zwar konnte man dies nur in der Höhe erreichen und musste sogar die Beschriftung am Rand für die Eingänge diesmal weglassen, aber da alle Tasten an der richtigen stelle sind, stellt dies kein Problem dar. Leider ist die rechte Shift Taste, Tab Taste und Backspace immer noch etwas kleiner wie bei den üblichen Tastaturen, aber selbst für Vielschreiber ist dies über lange Hinsicht schnell erlernt.
Die Eingänge an der linken Seite bestehen aus einem 10/100MB Netzwerk Port, VGA Out, Mikrofon und Kopfhörer 3,5mm Anschlüsse und einem USB 2.0 Port der wahlweise (im BIOS konfigurierbar) auch bei ausgeschaltetem Netbook noch Strom ausgibt, um beispielsweise das Blackberry oder iPod aufladen zu können.
Rechts befindet sich ein Kensington Lock, der 19V Strom Eingang und noch zwei übliche USB Eingänge neben einander. Vorne befindet sich außer dem Anschaltknopf, den man wie bei einer PSP einfach auf die Seite schiebt um das Netbook an zumachen, noch ein SD Kartenleser.
Der Bildschirm hat diesmal keine Chrom lackierten Halterungen bekommen, ist aber immer noch genauso stabil verankert. Leider kann man es noch weniger nach hinten Kippen (125° Grad), wodurch es für größere Personen schwer im Schoß einsetzbar ist. Der Rand um das 10,1 Zoll Display, mit ausschaltbarer LED Hintergrundbeleuchtung ausgestattetem, ist 2cm breit. An der Oberseite befindet sich eine 0,3 MP Kamera, die nur bei gutem Licht ein klares Bild liefert. Das Mikrofon befindet sich links neben dem Touchpad und bot eine klare Qualität in Skype, auch bei größerer Entfernung.
Die Unterseite wurde diesmal von Samsung so verändert dass man den Arbeitsspeicher durch das entfernen von nur einer Schraube austauschen kann. An der Vorderseite befinden sich noch zwei lautstarke Lautsprecher die man auch im freien, bei maximaler Lautstärke, noch klar hören kann.
Der Gehäuselüfter an der linken Seite ist nur bei schwereren Arbeiten, wie 720p Videos abspielen, in Gang weshalb das Gerät meist schön leise bleibt. Es überhitzt aber trotzdem nicht und kann wunderbar in der Hand gehalten werden oder im Schoß verwendet werden.
Leistung hat einen Preis
Der Preis für die Leistung ist im Falle vom Samsung N140 die Akkulaufzeit des 5200 mAh, 57Wh Akkus. Wenn man das 1,27 Kg leichte, mit Intel Atom N270 1,60 Ghz, 1GB DDR2 Ram, 160GB HDD, WLan b/g/n, Bluetooth 2.1 EDR+ und optionalen UMTS ausgestattete Netbook nicht belastet und nur arbeiten in Word erledigt ohne laufendes WLAN aber maximaler Display Helligkeit und leiser Hintergrundmusik, kann der Akku 10 Stunden und 12 Minuten halten. Mit aktiviertem WLAN würde die Zeit gleich auf nur 6 Stunden 55 Minuten sinken. Dies ist natürlich immer noch nicht schlecht, aber bei einem längeren Arbeitstag muss das Netzteil dann doch mitgenommen werden.
Beim Abspielen von Divx Videos bei maximaler Helligkeit und mittlerer Lautstärke, ohne WLAN, war schon nach 5 Stunden Schluss. 720p Video benötigten nochmal eine halbe Stunde mehr Saft.
Eine schlaue Funktion die Samsung ins BIOS eingebaut hat um den Akku zu schonen ist zwar leider grundsätzlich ausgeschaltet, kann aber mit dem drücken von “F2″ beim Anschalten des Netbooks und dem Auswählen der Option “Advanced>>Battery Life Cycle Extension” aktiviert werden. Hiermit wird der Akku zwar immer nur bis 80% geladen, gewinnt somit aber deutlich an Lebenserwartung und sollte auch noch nach 2 Jahren ähnliche Ergebnisse wie in den ersten Monaten erreichen.
In den Benchmarks schnitt das Netbook mit 60 3D Mark06 Punkten und 496 Geekbench Punkten zwar etwas schlechter ab als andere 10,1 Zoll Geräte (96 und 707 sind der Durchschnitt), konnte dafür aber bei der 1080p Wiedergabe glänzen. Zwar lief
der GI.JOE Trailer immer noch nicht ruckelfrei, aber gut 15 fps sind auf jedenfall besser wie 5 Frames. Da der Standard GMA 950 Chip von Intel verbaut ist kann man hier wieder nur den Rat geben von 3D Spielen mit Direct X10 Anforderungen die Finger zu lassen. BlobbyVolley, Stronghold oder Warcraft 3 sollten ohne Probleme laufen und bieten auch genug Abwechslung für zwischen durch.
Erfreulicherweise ist ein ganzes Jahr kostenloses Microsoft Office 2007 beigelegt sowie eine 30 Tage Testversion von McAffee damit man sicher im Internet surfen kann. Die Samsung Recovery Solution III erstellt ein Image beim aller ersten Hochfahren vom Gerät, womit man nie zu einer Windows CD greifen muss. Ein paar Spiele die man 60 Minuten antesten kann sind auch in einem Gamepack auf die 160GB Festplatte aufgespielt und können Kinder für kurze Zeit an den Bildschirm fesseln.
Was für ein Software Packet bei der Windows 7 Version mit 250GB Festplatte, Atom N280 und einem Preis von 399 Euro vorhanden sein wird, steht noch nicht fest, aber einen Test der Geschwindigkeit solltet ihr bald in unseren weiteren Artikeln und Videos finden.
Fazit
Samsung bietet mal wieder ein stabiles System bei dem man nichts auszusetzen hat wenn es keine hohen Ansprüche gibt. Das man den Bildschirm nur zu 125° Grad nach hinten kippen kann und das Chrom um das Netbook herum nach spätestens einem Jahr abblättern wird, sollten die meisten Kunden nicht davon abhalten so ein Gerät in den Einkaufskorb zu legen. Business Leute sollten noch die UMTS Version abwarten und Studenten vielleicht noch eine etwas größere Farbvielfalt, wenn man nicht einfach eine Folie aufkleben sollte die dann auch das Problem mit den Fingerabdrücken beseitigt. Für 350 Euro ist das Samsung N140 ein Solides Netbook das aber nicht unbedingt gegen das Asus 1005HA oder LG X130 Punkten kann.
Hier entscheidet dann wohl letztendlich das Design das den Kunden am meisten anspricht.
Letztendlich sind hier noch alle unseren bisher gedrehten Videos zum Samsung N140:








