Neofonie aus Berlin verweist mit WePad das Apple iPad auf die Ersatzbank

wepad-mockupNormalerweise hören wir nur von taiwanischen und koreanischen Firmen wie sie neue Produkte vorstellen. Ab und zu kommt es auch mal aus Amerika was auf den Technik Markt. Diese beinhalten zwar dann oft qualitativ hochwertige Teile aus Deutschland, aber ein komplettes Produkt mit einer “Made in Germany” Gravur habe ich schon lange nicht gesehen.

Die 170 Mann starke Firma Neofonie aus Berlin könnte das aber noch dieses Jahr mit dem WePad ändern. Dank der eigens entwickelten Software WeMagazine und WeFind, werden Verlage kein Problem haben uns eine große Menge von Informationen zu liefern. Mit Siemens als Systemintegrator und strategischen Partner ist das Projekt ein recht sicheres Unterfangen.

Das WePad soll ca. 6 Stunden beim Browsen im Internet, mit Flash und Java Unterstützung, aushalten und sogar einen größeren Bildschirm, 11,6 Zoll, wie das Produkt von Apple liefern. Zwei Standard USB Anschlüsse und ein 3in1 Kartenleser machen zusätzliche Adapter überflüssig. Eine Webcam und UMTS sollen auch vorhanden sein. Ein Intel Atom N450 und eine noch unbekannte Menge an Flash Speicher werden es vielleicht sogar leistungsstärker als das iPad machen. Das installieren von Apps soll so einfach sein wie beim iPhone oder den Android Handys, wobei ein bestimmtes Betriebssystem noch nicht genannt wurde. Durch die Unterstützung von allen eBook Formaten, wird die Anzahl von Büchern viel umfangreicher sein als bei Apple.

Ich bin schon auf die ersten Videos, den Preis und auch auf die Verarbeitung des WePads gespannt. Es könnte doch glatt das JooJoo Pad, zumindest anhand der technischen Daten, Konkurrenz bereiten.

wepad-specs

Neofonie Whitepaper (PDF) via IT-Techblog

  • RealMx
    :) ist doch bei meisten Geräten so, letzte Schraube in Deutschland eingeschraubt und schon klebt man Aufkleber "Made in Germany"...

    Mir ist es eigentlich absolut egal, wo es hergestellt wurde, Hauptsache es funktioniert ;-)
  • JHGTFE
    Gelächter! Wer glaubt, daß das Ding wirklich aus Deutschland kommt, wird seelig. Welcher deutsche Hersteller liefert schon TFT Bildschirme? Und so richtig Deutsch ist der Atom Prozessor auch irgendwie nicht, oder? Die Flash Speicher kommen ebenfalls aus Taiwan.
    So sehr wie ich den Jungs aus Berlin Glück wünsche, aber den iPad auf die Ersatzbank zu verweisen ist ein schöner Wunschtraum, mehr nicht.
  • Für "made in Germany" muss nicht jede Komponente aus Deutschland stammen - es muss hier nur zusammengefügt werden
  • Jo hört sich ziemlich schwer an... aber trotzdem schön, dass auch mal was aus Deutschland kommt.

    Übrigens, auf dem iPad wird man nicht nur apples bücher lesen können, sondern auch andere epub Bücher (kann man eben nur nicht über apple kaufen). epub ist auch kein proprietäres Apple Format, sondern ein offenes, das viele andere nutzen. Das Problem ist eben nur der DRM Mist, den Apple dazu packt.
  • Das Problem sehe ich da, wie bei den anderen Tablets am ehesten beim Gewicht. Mit der Hardware wird das Teil nicht gerade federleicht, mit Glück (= schlechter Akkulaufzeit, die für Home Use bei einer ansprechenden Kabellösung aber nicht das Problem ist) wiegt das Ding ganz knapp unter einem Kilo. Man muss einfach bedenken, dass man so ein Teil, wenn man locker auf der Couch liegt, die ganze Zeit halten muss um den Content zu genießen. Dann doch eher ein Netbook-Convertible oder ein normales Netbook mit Touchscreen. Da muss man nicht ständig den Bildschirm festhalten und Fingerinteraktion hat man trotzdem...
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