Lenovo IdeaPad U260 Test zeigt gutes Design und schwächelnden Akku

Lenovo bringt mit dem IdeaPad U260 sein erstes gut ausgestattetes Subnotebook auf den Markt. Es ist ab 900 Euro erhältlich. Das Subnotebook hat ein mattes 12,5 Zoll Display und ist 18 Millimeter dünn, das Gehäuse ist aus einem Stück und ausschließlich in Mokkabraun erhältlich. Das Gewicht soll laut Lenovo 1,3 Kg betragen.

Besonders sind das Glas-Touchpad und der Lederbezug  für die Handballen, auf die ich im detaillierteren Test nochmal eingehen werde. Schon beim auspacken fällt das abgerundete Design des Lenovo Ideapad U260 auf.

Klappt man es auf fällt einem direkt das matte Display auf, was mit seinen 12,5 Zoll angenehm zum Arbeiten ist und Farben und Bilder vernünftig bei einer Auflösung von 1366×768 Pixeln darstellt. Außerdem passt ein Lichtsensor die Bildschirmhelligkeit an. Der Rand des Bildschirms ist leider spiegelnd, was zwar edel aussieht aber im freien auch stören kann. Die Webcam im Display-Rahmen ist gut eingearbeitet und liefert beim Skypen ordentliche flüssige Bilder. Das Display lässt sich nur um 140 Grad nach hinten klappen, aber das reicht aus um trotzdem mit dem Notebook auf dem Schoß vernünftig arbeiten zu können. Das Display und die Scharniere machen einen gut verarbeiteten Eindruck und auch bei leichtem Wackeln verändert sich die Position des Displays nicht.

Die Tastatur ist Spritzwassergeschützt und die tasten selber sind recht leise und leicht zu drücken, durch die gleichmäßigen Abstände und gleiche Größe ist es sehr angenehm damit auch länger zu  arbeiten. Allerdings sind die Zwischenräume genauso wie der Displayrand spiegelnd, was etwas irritiert wenn Licht auf die Tastatur fällt. Sehr angenehm ist der Lederbezug, da dieser sich wärmer anfühlt als Metall oder Plastik.

Das Touchpad ist aus mattem Glas, groß genug und verarbeitet Multitouch eingaben exakt. Die beiden einzelnen Tasten für die linke und rechte maustaste fühlen sich gut an und lassen sich leicht drücken. Der Anschaltkopf der schräg links vom Touchpad unterm Display liegt, lässt sich leicht drücken und lässt das Notebook in ca. fünf Sekunden aus dem Standby aufwachen und nach ungefähr 45 Sekunden hochfahren.

Für den Login nach dem Standby oder beim Hochfahren kann man das Lenovo VeriFace Programm einstellen, womit man sich dann anstatt per Passwort auch per Gesichtserkennung einloggen kann. Die Gesichtserkennung funktioniert auch sehr gut, von fünf versuchen hat sie alle tadellos erkannt. Allerdings würde mir das Kamera anschalten und Programm starten beim Hochfahren zu lange dauern, denn in der Zeit hat man sein Passwort zweimal eingegeben.

Lustig finde ich, dass man als nicht User dieses Notebooks eine Nachricht für den User hinterlassen kann, ob man das wirklich braucht ist eine andere Frage.

Die Anschlüsse verteilen sich gleichmäßig auf die rechte und linke Seite. Links haben wir ein USB 2.0, einen Schalter für das WLAN, Kopfhörer Ausgang und einen Kensington Slot. Rechts noch einmal USB 2.0, HDMI und VGA Ausgang sowie Gigabit-LAN und Netzteileingang.

Im Gehäuse verstecken sich vier Stromsparende 1,33 GHz Intel i3 Prozessor und 4GB DDR3 RAM, die problemloses Arbeiten auch mit mehreren Anwendungen ermöglichen.  Einen Film gucken, Skypen, surfen und E-Mails abrufen ist wie auf dem Heimrechner ohne weiteres möglich.

Die 320GB 5400RPM Festplatte ist ausreichend groß, schnell und durch einen Bewegungssensor, der die Lage des Notebooks überwacht, vor Stößen gesichert.

Der Lenovo U260 hat mit Intel Core i3 Prozessor folgende Werte erzielt. Bei 3D Mark 06 gab es 1141 Punkte. Im PC Mark Vantage Test hat er 3416 Punkte erreicht.  Spiele wie World of Warcraft kann man mit 13 FPS spielen.

Die Akkulaufzeit leidet natürlich wenn man die ganze Leistung des Ideapad abruft, mit WLAN, Film und Skype schafft man Maximal 2,5 Stunden auf geringer Helligkeit. Bei durschnittlicher Benutzung mit WLAN und surfen schafft man schon 3,5 Stunden und das Maximum ohne WLAN, ohne Beleuchtung sind 4,5 Stunden zum lesen oder schreiben im Zug. Bei längerer starker Belastung geht irgendwann auch der Lüfter an, der zwar nicht unhörbar ist, aber auch nicht extrem störend oder ablenkend. Um den Akku vollständig zu laden braucht man ca. 2,5 Stunden.

Fazit

Alles in allem besticht das Lenovo Ideapad U260 durch seine stabile und edle Verarbeitung, sowie durch einige besondere Gimmicks die das Notebook sehr abgerundet und gut durchdacht auftreten lassen.  Der Preis ist für diese Leistung und Qualität in Ordnung und das Notebook hält solide was man sich davon verspricht. Für Leute die viel Reisen aber trotzdem viel Leistung dabei haben wollen ist das Lenovo Ideapad U260 super geeignet durch die kleine, leichte aber stabile Bauart.

++ Lenovo IdeaPad U260 mit 12,5 Zoll und Intel Core i3 für 899 Euro ++ (Cyberport)
++ Lenovo IdeaPad U260 mit 12,5 Zoll und Intel Core i5 für 919 Euro ++ (NotebookKontor)

  • Chris

    Sorry, aber wer kauf ein mobiles Notebook mit einer solchen Akkulaufzeit?