Apple verdient über 200$ pro verkauften iPad

Geschrieben in News, Tablet, UMTS - Von Balazs Gal Am Mittwoch, Februar 3rd, 2010, 6:01 mit 12 Comments Reaktionen

Apple iPadIch denke mir die ganze Zeit dass es doch einfach nicht sein kann das keine andere Firma es hin bekommt ein billigeres Tablet mit vergleichsweise guter Verarbeitung und eigener Software auf den Markt zu bringen, weil es sich nicht lohnt. Computerworld hat zum Glück nachgerechnet und kommt auf das Ergebnis das Apple bei dem billigsten Modell (16GB SSD, kein UMTS) nur 270,50$ für die Herstellung ausgibt und dann noch 20$ Service kosten zahlen muss. Für 499$ wird es dann weiter verkauft, was mehr als 200$ Freiraum lassen, von dem natürlich noch Steuern und der gleichen abgezogen werden.

Ungefähr 100 Euro Gewinn klingen ja noch harmlos, aber wenn man bedenkt das sie 15$ für ein UMTS Modem drauf zahlen und 130$ mehr dafür verlangen, ist es schon zum verzweifeln. Die 32GB UMTS Version kostet 322$ und wird für sogar 729$ weiter gegeben.

Hoffentlich bringt Asus, oder eine andere Firma, ein 32GB Tablet mit UMTS für 500 Euro raus, das auch sagen wir mal 8 Stunden aktiven Betrieb schafft. Dann hätten wir eine vernünftige Alternative auch wenn die meisten die Ausbeutungspolitik von Steve Jobs egal ist, weil sie einfach die Marke toll finden.

Checkt Computerworld für die genauen Zahlen

  • http://twitter.com/andiskater Andreas Ritter

    Ja, ich weiß, es ist scheinbar gerade voll im Trend das iPad mies zu machen…
    Ist denn man mal jemand aufgefallen, dass die Gerätekosten nicht nur aus Komponenten und Zusammenbauen bestehen? Schon mal von Forschung & Entwicklung gehört. Mal an die Software-Entwicklungskosten gedacht? Marketing? usw.
    Der Aufpreis für UMTS ist allerdings tatsächlich übertrieben hoch. Da hast Du vollkommen recht. 50$ wären ja noch OK, aber 130$… Da geht es wohl um Produktdifferenzierung und eben kleiner Marge beim 499$ Modell und um so größerer bei den UMTS Varianten.
    Aber: Andere Firmen machen das auch, das ist üblich.

    Wenn es stimmt, was ich gelesen habe, dann sind andere Hersteller gar nicht begeistert von den 499$, die die dachten alle Apple will 999$ mindestens. Wenn die nun ihre unausgegorenen Tablets auf den Markt werfen zum gleichen preis wie das iPad, dann haben sie wenig Chancen.

    Wieso das iPad kein Flop ist und warum sich die Konkurrenz die Zähne am iPad ausbeißen wird?
    1. Die Konkurrenz hat kein iTunes Content Ökosystem, es ist also umständlicher an Media und Apps zu kommen
    2. Als Betriebssystem kommen nur Android, Chome OS, Windows 7 oder schlimmstenfalls Windows CE in Frage. Und die sind alle nicht wirklich fürs Tablets geeignet. Android is nur für Handys gedacht, Chrome OS ist ein Fullscreen Browser (da kann ich auch auf dem iPad Mobile Safari nutzen), Windows 7 brauch x86 Altlast und drückt die Akkulaufzeit, zudem mag MS sagen, was sie wollen, Win7 unterstützt zwar theoretisch Multitouch, aber es gibt weder passende Anwendungen noch lässt sich das System mit dem Finger gut bedienen. Windows CE ist Schrott, das bedarf keiner Begründung
    3. Viele Hersteller scheinen sie beim Gehäusedesign kaum Gedanken zu machen, da hat man dann einen verkratzenden Plastikscreen, Lüftungsschlitze und 100 Abschlüsse die bald voller Staub und Dreck sind. Das iPad ist wie das iPhone relativ robust konstruiert und hochwertig verarbeitet. das könnten andere auch, aber machen sie nicht.
    4. Was die ganzen iPad Basher auch zu gern Vergessen, ist dass die Innovation des iPads mehr in neuen Softwaremöglichkeiten als in futuristischer Hardware liegt. Bisher gab es noch kein so kompaktes, bezahlbares Gerät mit einem Multitouchbildschirm, einem voll darauf ausgelegten OS, einem (trotz manch seltsamer Einschränkung) mächtigen SDK und der Möglichkeit tausende Applikationen mit wenigen Taps zu laden/kaufen.

    Schwächen des iPad, die man auch nicht wegdiskutieren kann:
    - kein Multitasking
    - keine Cam für Videochat
    - kein Flash

    Aber ich glaube nicht, dass das anderen Herstellern einen so großen Vorteil geben wird. Multitasking kommt vielleicht im Sommer, ne Cam in der 2. Gerätegeneration und Flash wird zum Glück immer unwichtiger (Spiele gibts im App Store, Videos bald mit HTML5 und Flashbanner brauch kein Mensch)

    Ich bin kein blinder Apple-Jünger. Habe selbst neben einem iPhone auch einen Palm Pre und find den Pre z.b. in Sachen Multitasking echt besser, genauso wie Notifications. Ich musste nur wieder feststellen, dass beim iPhone irgendwie doch alles noch einen Tick flüssiger und reibungsloser abläuft. Zudem kann ich das iPhone einfach so in die Hoschentasche stecken, beim Pre hab ich Angst ihn zu zerdrücken oder zu verkratzen.

    Apple trifft zwar manchmal etwas Zweifelhafte Entscheidungen, aber man kann nicht bestreiten, dass sie durchdachte Hard- und Software + Inhalte produzieren und das ganze mit einer gewissen Begeisterung. Wohingegen ein “HP Slate” nichts anderes ist als ein Netbook ohne Tastatur mit mit Windows 7 Home Premium.

    • http://twitter.com/fahrertuer Dirk

      Das größte Problem sehe ich grade im App Store (genauso im Ovi Store oder in dem Android App Store, bei den beiden aber nur bedingt, da man nicht auf die Stores angewiesen ist um Software zu erhalten) – Apple (Oder Nokia oder Google oder wer auch immer) hat unnötig viel Kontrolle und verhindern damit innvoationen auf dem Software Markt. Bleiben wir mal bei mobilen Geräten. Mit Opera Mobile steht ein absolut genialer Browser zur Verfügung (sofern man WiMo oder Symbian verwendet), aber er wird nie auf dem iPhhone, iPad oder unter Android verfügbar werden, da sie Apple, bzw Google dagegen sperren und ihren Browser nicht ersetzen lassen wollen

      • http://twitter.com/andiskater Andreas Ritter

        Der AppStore war aber schon eine große Innovation und sehr wichtig für die gesamte Branche, die das Konzept mittlerweile vielfach kopiert hat. Ich erinnere mich noch an Zeiten in denen ich für meinen Pocket PC Software im Internet gesucht habe oder auch für mein Nokia N95. Es war echt nervig und man wusste nie, was man sich da aufs gerät lädt. Einen zentralen Store zu haben ist schon eine sehr feine Sache. Dass die dort angebotene Software auch garantiert Malware und Virenfrei ist, ist auch super.
        Mich stört aber auch, dass es im AppStore(s) gewisse “politische” Beschränkungen gibt. Ich finde es sollte durchaus auch Opera für das iPhone geben dürfen.

        • http://twitter.com/fahrertuer Dirk

          “Garantiert sicher und malware frei” LOL! Und darum gibt es immer wieder Berichte über Malware aus den Stores…

          • http://twitter.com/andiskater Andreas Ritter

            Was denkst du, was es für en Chaos gäbe, wenn das garnicht kontrolliert würde?
            Der Hauptgrund, wieso in prä-AppStore Zeiten nicht so viel Malware die große Runde machte, ist dass man damals die Software fürs Handy gar nicht erst gefunden hat. Und wenn dann nur ein paar Anwender. ;-)

    • ndevil

      Ich stimme dir vollkommen zu und muss auch gestehen das natürlich der Neid auf Apple auch eine große Rolle spielt.
      Leider bin ich auch wirklich kein Fan von Apple und verachte sie nicht für ihre Innovationen, die einfach der Hammer sind teilweise, sondern für die Abzocke die sie damit treiben.
      Klar muss man die Forschung usw. finanzieren aber 100$ aufpreis pro 16GB bzw. 32GB Speicher ist schon einen tick zu viel, denn das hat ja nun wirklich nicht mehr gekostet zu entwickeln.
      Und die Upgrade Strategie ist bestes Beispiel fuer alles was flasch laeuft im Kapitalismuss aber ich bin mir leider auch ziemlich sicher das Konkurrenz unternehmen dieses Jahr keine Chance gegen Apple im Tablet Bereich haben.
      Google Chrome könnte nächstes Jahr vielleicht etwas dran ändern aber es ist auf jeden Fall spannend!

      • http://twitter.com/andiskater Andreas Ritter

        Aus rein wirtschaftlicher Sicht sehe ich die Höhe Preisaufschläge für mehr Speicher und UMTS ein. Wer den Speicher oder UMTS braucht, muss halt heftig draufzahlen, der Preis für das Einstiegsmodell ist hingegen sehr human gewählt. Auch da hat Apple “gute Arbeit” geleistet, auch wenn es für und als potentielle Kunden ziemlich blöd ist.
        Ich bin auch kein Fan des Kapitalismus wie wir ihn hier sehen, aber leider “funktioniert” die Welt derzeit leider so.
        Man kann das ganze vielleicht damit kontern, dass man Apple Aktien kauft und vom Erfolg mitprofitiert, damit bezahlt sich dann vielleicht das iPad von selbst ;-)

        Wir werden sehen, was die Konkurrenz macht, aber ohne ein umfassendes Konzept wird es schwer gegen Apples Rundum-Paket anzukommen. Google hat da noch die besten Chancen. Ist nur die Frage, ob HTML5 und gar keine nativen Apps reichen um konkurrenzfähig zu sein.

  • Ich

    Puh – Deutsche Sprache, schwere Sprache. Wer eine solche Seite betreibt sollte sich doch bemühen, Rechtschreibung und Zeichensetzung Beachtung zu schenken……

    • ndevil

      Ist notiert und ich bemühe mich auch. Leider ist besonders die Zeichensetzung nicht meine stärke aber sagt ruhig Bescheid wenn was nicht stimmt.

  • rosiL

    Wenn die Hardwarekosten sooo teuer sind wie beschrieben, wird es wohl die nächsten Jahre kein Gerät dieser Art geben, was unter 400 € liegen wird – was ich aber ganz stark bezweifle. Weiß auch nicht, ob die Zukunft unbedingt in Tablet PCs liegt, deren riesige Speicher eigentlich nicht benötigt werden.

    • ndevil

      Wenn du dir dieses Video anschaust ist es eigentlich ganz schoen einleuchtend wieso mein ein Tablet PC zu Hause haben könnte. Ob man es bruacht ist immer eine andere Frage aber praktischer als eine Fernbedienung ist es alle male.
      Das Problem ist das ich persönlich z.B. keinen kenne der z.B. eine NAS zu Hause stehen hat oder ein gut vernetztes Haus. Ich finde es trotzdem sinnvoll und 300 Euro waere mir so ein Tablet auf jeden Fall Wert!
      http://www.youtube.com/watch?v=lVJOdfiA4Ao

    • http://twitter.com/fahrertuer Dirk

      Naja, wenn man einen OTS Prozessor nimmt, welcher noch in anderen Geräten verwendet wird und sich nicht etwas eigenes, nur für dieses eine Gerät zusammenschustert sinken da auch noch mal die Kosten. SOwohl von der Entwicklung als auch von den Per Unit Costs